Interventionelle Bonchologie

Der Begriff Bronchoskopie stammt aus dem Altgriechischen und heisst Luftröhrenspiegelung. Die interventionelle Bronchoskopie Die Interventionelle Bronchoskopie nimmt in der symptomatischen Behandlung des fortgeschrittenen, zentralen Lungenkrebs eine herausragende Rolle ein. Mit ihr ist es möglich, eingeengte oder verschlossene Atemwege zu öffnen und offen zu halten. Lokale Tumorkomplikationen können beseitigt werden. Infektherde und Blutungen werden beseitigt wird für therapeutische Eingriffe vorgenommen.

Es gibt zwei unterschiedliche «Bronchoskoptypen». Einerseits existiert das flexible Bronchoskop, welches an seinem Ende eine eine bewegliche Spitze aufweist, mit welcher man quasi «um die Ecke» blicken kann und andererseits das starre, röhrenförmige Bronchoskop, welches keine Verbiegungsmöglichkeit besitzt.

Die starre Bronchoskopie wird in Allgemeinnarkose vorgenommen und dient vornehmlich der Entfernung von Fremdkörpern,
der Entfernung von Hämangiomen (Blutschwamm) mit Hilfe von Lasergeräten aus der Luftröhre und dem Einsetzen eines Stents in die Luftröhre.

Ärzte

PD Dr. med. Rolf G. C. Inderbitzi
Prof. Dr. med. Heinrich D. Becker

Mittels der für die Bronchoskopie entwickelten Instrumente werden folgende Massnahmen durchgeführt:

  • Gewinnung von Gewebeproben z. B. zur Tumordiagnostik
  • Spülungen und Absaugungen z. B. zur Therapie bei Sekretverschlüssen der Lunge, für die Zell- und
  • Spülflüssigkeitsuntersuchung
  • Fremdkörperentfernungen z. B. nach dem «Verschlucken», auch Aspiration genannt
  • Laser- und Plasmabeameranwendungen z. B. zur Reduktion von Tumorgewebe in der Luftröhre oder den Bronchien
  • Platzhalterlokalisationen, sog. Stentapplikationen zum Offenhalten von Verengungen, hervorgerufen durch Tumore oder
  • auch Einengungen ausserhalb des Bronchialsystems
  • Endosonographie zur Diagnostik von Tumoren
  • Fluoreszensfarbstoffanwendungen zur Diagnostik und Therapie von Tumoren
  • Bronchographie – Kontrastmitteleinsatz – zur Diagnostik von Bronchialveränderungen